Unterstützte Projekte
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Unterstützte Projekte 2026
Buchprojekt «Cambiare pelle»

Häutungen
Als 1975 «Häutungen» / «Cambiare pelle» in Berlin erschien, wird es sofort zum Kultbuch: ein bis heute hochaktueller Versuch, eine Sprache zu entwickeln, die es ermöglicht, die Welt aus der Perspektive der Frauen zu beschreiben.
› von Verena Stefan, übersetzt von Lila Bevilaqua und Lorenza Pamploni, Verlag Edizione Casagrande
«Threads of Exchange»

Fanzine und grossformatiges textiles Tufting
«Threads of Exchange» ist ein zweiteiliges künstlerisches Projekt, das aus einer Forschungsreise nach São Paulo und Rio de Janeiro hervorgeht. Im Zentrum steht die Auseinandersetzung mit feministischen Kunstpraktiken in Brasilien und insbesondere mit den Verbindungen zwischen Textil, Performance, Körper, Care und kollektiver Wissensproduktion.
Aus Gesprächen mit sieben Frauen in Brasilien aus den Bereichen Kunst, Performance, Aktivismus und Kultur entstehen zwei miteinander verbundene Werke: ein unabhängiges Fanzine und ein grossformatiges, textiles Tufting-Werk. Das Fanzine verbindet Interviews, Fotografien, Zeichnungen und visuelles Recherchematerial und knüpft bewusst an die feministische Tradition selbstorganisierter Publikationen an. Das Tufting übersetzt Textfragmente der Recherche in eine textile, haptische Form.
«Threads of Exchange» macht weibliche und feministische Positionen aus Brasilien sichtbar und zugänglich und schafft Verbindungen zwischen der feministischen Kunstszene Brasiliens und der Schweiz.
Die Credits für das Foto sind folgende: Talaya Schmid, Cunt Power, getuftete Soft Sculpture, 2021, Foto: Michel Gilgen
Lesereihe «Anna Kuliscioff»

Buchvorstellung und Lesereihe: Anna Kuliscioff «Ich will dich sehen, mit deinem Verbrechergesicht. Liebesbriefe einer Revolutionärin».
Zum 101. Todestag Anna Kuliscioffs veranstaltet der Paranoia City Verlag zusammen mit der Autorin Michelle Steinbeck und der Übersetzerin Marina Galli eine Lesereihe durch die Schweiz zu den Lebensstationen der feministischen Revolutionärin – nach Bern, St. Imier und Zürich.
Nach Möglichkeit kommen weitere Stationen Kuliscioffs wie Lugano, und weitere Deutschschweizer Orte wie Luzern, Winterthur, St. Gallen oder Glarus hinzu.
Frauenstimmenfestival Brig

Brig-Glis, 29.-31.5.2026
Frauenstimmen ist ein alljährlich stattfindendes Festival im Oberwallis, das Frauen, deren Projekte und Produktionen ins Rampenlicht stellt. Es verbindet Musik, Kunst, Tanz und Theater sowie Vortrags- und Diskussionsformate und agiert auf verschiedensten Bühnen.
Gosteligespräche 2026

Über Grenzen verbunden: Schweizerische Frauenbewegungen und ihre transnationalen Verflechtungen
Die Gosteli-Gespräche 2026 des Gosteli-Archivs zur Geschichte schweizerischer Frauenbewegungen widmen sich den transnationalen Verflechtungen feministischer Bewegungen in und aus der Schweiz. Ausgangspunkt der Konferenz ist die Erkenntnis, dass feministische Kämpfe um Rechte, Bildung, Arbeit und Selbstbestimmung seit jeher in internationale Netzwerke, Diskurse und Austauschprozesse eingebettet waren.
Schweizer Aktivist:innen waren dabei nicht nur Empfänger:innen globaler Impulse, sondern wirkten aktiv an der Gestaltung feministischer Debatten über nationale Grenzen hinweg mit. Die Konferenz richtet den Blick auf historische und gegenwärtige Verflechtungen und fragt nach Akteur:innen, Netzwerken, Übersetzungsprozessen sowie nach Fragen von Solidarität, Differenz und Intersektionalität.
Retraite Velokurier*innen

17. – 19. April 2026
Zur Vernetzung und Erarbeitung einer nachhaltigen Organisationsstruktur, in der sich FLINTA*-Velokurier*innen gegenseitig supporten und bestärken, wird im Frühjahr 2026 eine städte- und betriebsübergreifende Retraite stattfinden.
Stadtrundgang «Typisch»

Bildnachweis: StAZH
Von Regeln, Verboten und dem Mut, anders zu sein
Mit «Typisch – von Regeln, Verboten und dem Mut, anders zu sein» entwickelt der Frauenstadtrundgang Zürich ein neues interaktives Angebot für Kinder von 8 bis 12 Jahren und ihre Begleitpersonen. Der Rundgang entsteht in Kooperation mit Schule und Kultur Kanton Zürich.
An fünf Stationen in der Zürcher Innenstadt verbinden szenische Inputs, Spiele und partizipative Elemente historische Perspektiven mit aktuellen Fragestellungen. Gemeinsam setzen sich Kinder und Erwachsene mit gesellschaftlichen Erwartungen, Rollenbildern und deren Veränderbarkeit auseinander.
In einer Zeit, in der Gleichstellungsfragen vermehrt unter Druck geraten und traditionelle Rollenbilder Auftrieb erhalten, schafft der Rundgang einen altersgerechten Raum für Dialog und Reflexion. Er stärkt den generationenübergreifenden Austausch und macht lokale Geschichte aus geschlechterhistorischer Perspektive sichtbar.

